Studienfinanzierung

Finanzierungstipps

Fünf € Schein

Lernen, Arbeiten, Feiern, Schlafen… und das Ganze von vorn. Das Leben als Student ist nicht leicht – auch wenn es nach außen gerne nach einer lässigen Sause aussieht.

Schließlich muss man im Studium zeitlich flexibel sein können, um alle nötigen Vorlesungen und Seminare mitnehmen zu können. Zudem muss man dafür Sorge tragen, dass auch die Finanzen passen.

Das Mensa-Essen ist nicht teuer, Studentenangebote in Bars und Restaurants auch nicht, jedoch bezahlt sich das kleine WG-Zimmer und die Party nach der bestandenen Prüfung nicht von alleine.

Die wenigsten Studenten haben das Glück, das gesamte Studium vollständig von ihren Eltern gesponsert zu bekommen. Den Restlichen bleibt nur eins übrig: Arbeiten, bzw. ans Angesparte herangehen. Insbesondere wird dies für Studierende zum Problem, die bereits Eltern sind und „ganz nebenbei“ noch ein Kind versorgen müssen. Diesen prekären Fällen nimmt sich der Staat zwar durch diverse Sonderförderungen an, jedoch bleibt die finanzielle Belastung weiterhin außerordentlich.

Eine weitverbreitete & viel genutzte Möglichkeit der Fremdfinanzierung in derartigen Situationen stellt der Studienkredit dar – ob in Form von BAföG oder einem unabhängigen Kreditinstitut – doch welche Optionen gibt es? Woran erkennt man, ob ein Anbieter seriös ist und ob es sich um den richtigen Kredit handelt, den man später nicht bereut?

Im Meer der Optionen

Googelt man „Studentenkredite“, wird man von einer ungeheuren Menge an Angeboten und Informationen erschlagen, sodass man schnell den Überblick verliert, weshalb man sich im Voraus bewusstmachen muss, was man überhaupt möchte und wirklich braucht. Schließlich verführt der Gedanke, den hohen, beworbenen Betrag monatlich auf dem Konto zu haben, gerne dazu sich auf einen höheren Kredit einzulassen als ursprünglich geplant war – und gebraucht wird!

Das Wichtigste ist eine realistische Analyse der aktuellen Finanzsituation. Gibt es unnötige Kosten die gespart werden können? Oft hat man vergessen, den alten Handyvertrag zu kündigen oder zahlt monatlich für das Fitnessstudio, Dropbox oder Online-Services, die man nicht mehr in Anspruch nimmt.
Sind die Ausgaben einmal sortiert, sollte man sich folgende Fragen stellen,um anhand der Antworten das passende Angebot raussuchen zu können:

  • Brauche ich einen monatlichen Zuschuss oder reicht eine einmalige Zahlung?
  • Habe ich während des straffen Studienplans überhaupt Zeit, nebenbei arbeiten zu gehen?
  • Hilft mir vielleicht eine kleine monatliche Zuzahlung von etwa 250 Euro?

Hat man alle drei Fragen so beantwortet, dass immer noch Bedarf an Geld besteht, kann man sich getrost nach einem Studentenkredit umsehen.
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Die Drei Phasen von Studentenkrediten

Der größte Unterschied zwischen regul
ären Krediten und Studentenkrediten ist, dass sie meistens erst nach dem Studium abbezahlt werden müssen. Außerdem sind Kredite für Studenten oft so ausgelegt, dass man für einen beschränkten Zeitraum anstatt einer einmaligen Zahlung, monatlich eine feste Summe überwiesen bekommt. Einmalzahlungen haben den Vorteil, dass sie einen niedrigeren Zinssatz haben als monatliche Zahlungen. Hat man sein Studium absolviert, geben die Banken einem oft einige Jahre Zeit sich finanziell zu festigen, bevor man mit den Rückzahlungen anfängt. Diese Zeitspanne zwischen Studienabschluss und Beginn der Rückzahlung wird Karenzzeit genannt. Der Studienkredit umfasst drei Phasen:

  • Phase 1 – Die Auszahlung: Die Auszahlungsphase entspricht üblicherweise der Zeit, die das Studium in Anspruch nimmt. Maßgeblich ist dabei die Regelstudienzeit, die je nach Offerte um ein bis zwei Semester überschritten werden darf. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, nur für die letzten drei oder vier Semester einen Kredit aufzunehmen. Während dieser Phase erhalten Studierende monatlich eine vertraglich vereinbarte Summe auf ihr Girokonto überwiesen. Die Spanne reicht von 100 bis knapp 1.000 Euro. Der Gesamtbetrag ist bei allen Banken nach oben hin gedeckelt, im Schnitt bei 30.000 Euro. In einigen Fällen kann auch eine Einmalauszahlung von bis zu 5.000 Euro beantragt werden, zum Beispiel für ein Auslandssemester – Bedingung hierfür ist jedoch die Immatrikulation an einer in Deutschland stattlich anerkannten Hochschule im Ausland.
  • Phase 2 – Die Karenzzeit: Um den jungen Kreditnehmern die Chance zu geben, sich am Arbeitsmarkt zu festigen und Geld zu verdienen, wird ihnen im Anschluss an das Studium eine rückzahlungsfreie Zeit eingeräumt. Diese Karenz kann bis zu zwei Jahre betragen. Der Vorteil: Statt direkt mit der Tilgung beginnen zu müssen, stehen erst einmal der Job und die Karriere im Vordergrund. Allerdings dauert es auch länger, schuldenfrei zu werden, und es summieren sich so die Zinsen.
  • Phase 3 – Die Tilgung: Für die Rückzahlung lassen die Banken Studierenden ebenfalls relativ viel Zeit. Bis zu 25 Jahre kann die Tilgung in Anspruch nehmen. Das sorgt für niedrige Raten, auf lange Sicht aber auch für eine höhere Zinslast. Um schneller ans Ziel zu kommen, sind bei fast allen Studienkredit kostenfreie Sondertilgungen möglich. Wie hoch der Kreditzins und gegebenenfalls die Gebühren sind, ist von Bank zu Bank anders geregelt. Einige wenige Angebote sind sogar zinsfrei. Dafür wird eine Verwaltungsgebühr erhoben. Deshalb lohnt es sich, auch bei Studienkrediten genau zu vergleichen, welches Angebot am besten für die eigenen Zwecke geeignet und darüber hinaus nicht zu teuer ist. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch, vorab zu kalkulieren und sich von einem Berater ausrechnen zu lassen, wie hoch die künftige Belastung sein wird.

Alternativen zum Studentenkredit

Studenten mit besonders überragenden Leistungen, erhalten oftmals Unterstützung in Form eines Stipendiums. Über spezielle Portale im Internet kann man sich als Student bei diversen Stiftungen bewerben. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, sich bei seiner Heimathochschule für eine finanzielle Förderung zu bewerben – diese umfasst dann meistens einen monatlichen Zuschuss von etwa 300 Euro.

Die „klassische“ Methode ist das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG. Wessen Eltern ein nicht zu hohes Gehalt verdienen, kann das BAföG beantragen. Der Ablauf ist ähnlich dem des Studentenkredites, mit dem Unterschied, dass nicht die vollständige Summe zurückgezahlt werden muss. Die monatliche Zahlung ist von Fall zu Fall unterschiedlich, beträgt im Normalfall aber zwischen 500 und 600 Euro.

Nichts zu verschenken

Unabhängig ob BAföG oder Studentenkredit – zurückzahlen muss man beides. Bevor man ein solches Angebot jedoch in Anspruch nimmt, sollte man unbedingt nach einem Stipendium oder einer finanziellen Förderung durch die Heimathochschule schauen – diese Angebote sind nämlich wirklich kostenlos. Funktioniert nichts davon und der BAföG-Antrag scheitert, kann man sich nach einem Studentenkredit umschauen – doch Vorsicht! Bevor man ein unseriöses Angebot aus dem Internet abschließt, sollte man seine Hausbank um Rat fragen! Unabhängig davon für was man sich letzten Endes entscheidet – die Entscheidung sollte mit Bedacht gefällt werden!

Jobs für Studenten

geld-verdienen-als-studentUm nicht permanent knapp bei Kasse zu sein (oder den Eltern auf der Tasche zu liegen), arbeiten die meisten Studenten nebenher. Das kann stressig sein, muss es aber nicht, wenn du einen Nebenjob hast, der dir Spaß macht. Was es für Möglichkeiten gibt, als Student Geld zu verdienen, kannst du hier nachlesen.

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